KÖRPERLICHE AKTIVITÄT FÜR DIE PSYCHISCHE GESUNDHEIT

Hast Du Dich schon mal gefragt, warum Du Dich nach einer Stunde Joggen im Park oder irgendwelcher physischen Aktivität besser fühlst?

Oft assoziiert man zu Recht das Training mit der körperlichen Gesundheit: durch die körperliche Aktivität kannst Du nämlich Gewicht verlieren, Deine Blutparameter verbessern, usw.

Weniger häufig spricht man jedoch über die psychischen Vorteile von körperlicher Aktivität.

Jetzt beantworte ich Dir die einleitende Frage und erkläre, wie sich das Training auf dem Gehirn auswirkt.

Die körperliche Aktivität erhöht die Freisetzung von Endorphinen, Chemikalien, die vom Gehirn produziert werden und ähnliche Eigenschaften wie Opium und Morphin besitzen, bzw. eine starke analgetische und aufregende Wirkung haben.

Der interessanteste Aspekt von Endorphinen ist ihre Fähigkeit, die Stimmung zu regulieren. In besonders stressigen Situationen setzt der Körper Endorphine frei, um einerseits Schmerzen besser zu tolerieren und andererseits die Stimmung positiv zu beeinflussen.

Nicht nur Endorphine werden bei körperlicher Aktivität freigesetzt, sondern auch die Hormonen Noradrenalin und Serotonin, das Glückshormon. Ein Mangel an diesen beiden Hormonen ist eine der Hauptursachen für die Entwicklung von Depressionssymptomen.

1999 verglich James Blumenthal in einer 16-wöchigen Studie die antidepressiven Wirkungen von Bewegung mit dem Antidepressivum Zoloft. Die Studie ergab, dass nur 30 Minuten Laufen dreimal in der Woche bei der Bekämpfung von Depressionen genauso wirksam waren wie das Medikament selbst.

Eine weitere klinische Studie, die in der Fachzeitschrift American Journal of Preventive Medicine veröffentlicht wurde, untersuchte, ob und wie körperliche Aktivität eine wirksame Behandlung von Depressionen sein kann.

An dieser Studie nahmen 80 Personen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren teil, die an einer leichten oder schweren Depression litten.

Die Ergebnisse sind beeindruckend: Der Prozentsatz der Depressionssymptome verringerte sich bei den Personen, die regelmäßig trainierten, um bis zu 47%.

Die Internationale Gesellschaft für Sportpsychologie (ISSP) hat bestätigt, dass körperliche Aktivität kurz- und langfristig psychologische Verbesserungen bringen kann, unter anderen:

  • Eine positive Veränderung der Selbstwahrnehmung
  • Eine Steigerung der Energie und des Enthusiasmus bei alltäglichen Aktivitäten
  • Eine bessere geistigere Wachsamkeit
  • Eine Zunahme der guten Laune und eine Abnahme des depressiven Zustands
  • Mehr Selbstvertrauen.

Training hat nicht nur körperliche Vorteile, sondern hat sich auch als wirksam bei der Vorbeugung und Bekämpfung von psychischen Erkrankungen und Störungen erwiesen.

Wann immer Du Dich körperlich betätigst, wird Dein Gehirn positiv stimuliert. Mehrere Neurowissenschaftler sind der Meinung, dass ein enger Zusammenhang zwischen der Gehirnentwicklung und der körperlichen Aktivität besteht.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Der Koala hat sein Verdauungssystem so angepasst, dass er Energie ausschließlich aus Eukalyptusblättern bezieht. Er muss sich daher tagsüber nicht so viel bewegen. Er sitzt, isst und bewundert die Welt um ihn herum.

In der Vergangenheit hatte der Koala ein viel größeres Gehirn als heute. Da seine Ernährung weniger abwechslungsreich geworden ist und weniger Bewegung erfordert, ist das Gehirn des Koalas geschrumpft.

Weniger Bewegung bedeutet, dass er sein Gehirn weniger braucht.

Das California Department of Education bestätigte, wie ihre Schüler, die besseren physischen Fähigkeiten hatten, auch besseren Noten in den verschiedenen Fächern hatten.

Eine 2007 veröffentlichte Studie zeigt, wie Individuen, die intensive körperliche Aktivität ausüben, die Fähigkeit haben, neue Vokabeln um 20% schneller zu erlernen als diejenigen, die bevor lernen keine körperliche Aktivität durchgeführt haben.

Die Bewegung würde dann das Gehirn dazu bringen, schneller zu lernen.

Der Schlüssel zu diesem Phänomen wäre ein Protein, das als neurotropher Faktor des Gehirns oder BDNF bezeichnet wird. Dieses Protein hat die Fähigkeit, die Funktion von Neuronen zu verbessern, ihr Wachstum und ihre Entwicklung zu fördern und sie vor dem natürlichen Prozess des Zelltods zu schützen.

Eine 2013 in der Fachzeitschrift Journal of Sport Science and Medicine veröffentlichte Studie zeigte, dass nur 20 bis 40 Minuten körperliche Aktivität den BDNF-Spiegel im Blut um 32% erhöhen.

Körperliche Bewegung ist daher nicht nur als Heil- oder Präventionsmittel für Menschen mit psychischen Störungen zu betrachten, sondern auch als Instrument zur Verbesserung der kognitiven Funktionen bei gesunden Menschen.

In schwierigen Zeiten wie der, die wir seit einem Jahr durchmachen, könnte sich körperliche Aktivität als entscheidend für das Wohlbefinden vieler Menschen erweisen.

Du musst kein Athlet werden: Mit nur 2 bis 4 Mal pro Woche 30 bis 60 Minuten Sport, kannst Du schon alle Vorteile körperlicher Aktivität genießen.

Wenn Du andererseits Gewicht verlieren musst, Deine Kraft und Mobilität verbessern willst, um alle täglichen Aktivitäten besser auszuführen und Dich in Deinem Körper wohl zu fühlen, dann ist ein Personal Coaching der richtige Weg für Dich.

Du lernst, Dich richtig zu ernähren und zu trainieren, um deine Ziele zu erreichen, und du nimmst die richtigen Gewohnheiten an, die dich im Laufe der Zeit zu den größten Erfolgen führen werden.

Schreibe mir eine E-Mail an coaching@silviamoretto.de für Deine kostenlose Erstanamnese.

Ich warte auf Dich!

Silvia Moretto

Fitness Coach XWOMAN

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